Kosten
Was kostet eine Stellenanzeige bei StepStone, Indeed und Co.?
Ein Überblick über die gängigen Preismodelle der großen Jobbörsen, was den Preis beeinflusst und wie sich Kosten pro Bewerbung realistisch steuern lassen.
03. Februar 2026 11 Min. Lesezeit
Es gibt nicht den einen Preis
Die Frage „Was kostet eine Stellenanzeige?" lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten. Der Preis hängt vom Portal, vom Preismodell, von der Laufzeit, von der Region und vom Einkaufsvolumen ab. Wer Rahmenverträge nutzt, zahlt für dieselbe Sichtbarkeit deutlich weniger als im Direkteinkauf.
Die drei gängigen Preismodelle
1. Laufzeitbasierte Einzelanzeige
Sie buchen eine Anzeige für einen festen Zeitraum, klassisch 30 Tage. Der Preis steht vorab fest, unabhängig davon, wie viele Bewerbungen eingehen. Typisch für klassische Jobbörsen wie Stepstone, Stellenanzeigen.de oder Jobware. Vorteil: volle Planbarkeit. Nachteil: Sie zahlen auch dann, wenn niemand klickt.
2. Performancebasierte Modelle (CPC/CPA)
Sie zahlen pro Klick (Cost per Click) oder pro Bewerbung (Cost per Application). Indeed und HeyJobs arbeiten überwiegend so, Social Recruiting ohnehin. Das Budget lässt sich fein steuern, erfordert aber laufende Betreuung: Ohne Optimierung verbrennt ein Kampagnenbudget schnell in unpassenden Zielgruppen oder auf längst besetzten Stellen.
3. Kontingente, Pakete und Flatrates
Mehrere Schaltungen werden im Voraus eingekauft und über das Jahr abgerufen. Der Stückpreis sinkt deutlich. Inzwischen gehen mehrere Anbieter noch weiter:
- Stepstone All Jobs: Jahrespaket, das alle offenen Positionen im Jahresverlauf abdeckt – gedacht für den Mittelstand mit regelmäßigem Bedarf
- kununu Hiring Extension: Stellenanzeigen laufen als Jahresmodell über eine Spiegelung Ihrer Vakanzen, unabhängig von der Anzahl
- Klassische Kontingente: zehn oder zwanzig Schaltungen im Voraus, frei über das Jahr abrufbar
Als Faustregel lohnen sich Pakete ab etwa fünf bis zehn Schaltungen pro Jahr. Wir rechnen das vor der Buchung anhand Ihrer echten Vakanzhistorie durch.
Preisspannen zur Orientierung
Die folgenden Werte sind Erfahrungswerte aus der Praxis und keine Listenpreise – Region, Berufsbild und Volumen verschieben sie erheblich.
| Kanal | Modell | Typische Größenordnung |
|---|---|---|
| Stepstone Einzelanzeige | 30 Tage Laufzeit | mittlerer bis hoher vierstelliger Bereich pro Jahr bei mehreren Stellen |
| Indeed gesponsert | pro Klick / pro Bewerbung | Budget frei wählbar, oft 300–1.500 € je Vakanz |
| HeyJobs Kampagne | pro Bewerbung (CPA) | ca. 3,50 € bis 50 € je Bewerbung, je nach Beruf |
| Social Recruiting | Tagesbudget | ab ca. 20–50 € pro Tag und Kampagne |
| Regionalportale | Laufzeit | niedriger dreistelliger Bereich |
HeyJobs veröffentlicht Kundenbeispiele, die die Spannbreite gut zeigen: 3,56 € pro Bewerbung bei stark nachgefragten Volumenpositionen, rund 10 € im Mittelfeld, knapp 50 € bei spezialisierten Vertriebsrollen und rund 170 € bei einem sehr engen Profil. Diese Streuung ist normal – und genau der Grund, warum Pauschalpreise wenig aussagen.
Was den Preis nach oben treibt
- Region: Ballungsräume sind teurer als ländliche Regionen, weil mehr Arbeitgeber um dieselbe Zielgruppe bieten
- Berufsbild: IT, Pflege, Handwerk und Vertrieb sind besonders umkämpft
- Laufzeit und Platzierung: Hervorhebungen, Top-Platzierungen und Verlängerungen kosten extra
- Zusatzleistungen: Anzeigengestaltung, Logo-Integration, Employer-Branding-Elemente
- Dringlichkeit: Wer kurzfristig besetzen muss, zahlt für Geschwindigkeit
Die wichtigere Kennzahl: Kosten pro Bewerbung
Ein günstiges Paket ohne Bewerbungen ist teuer. Sinnvoll ist der Blick auf die Kosten pro qualifizierter Bewerbung. Beispiel: Eine Schaltung für 900 Euro mit 18 passenden Bewerbungen kostet 50 Euro pro Bewerbung – eine 400-Euro-Schaltung mit zwei Bewerbungen kostet 200 Euro pro Bewerbung.
Noch aussagekräftiger ist der Preis pro Einstellung. Rechnen Sie dafür alle Kanäle einer Vakanz zusammen und teilen Sie durch die Anzahl der Besetzungen. Erst diese Zahl lässt sich sinnvoll mit den Kosten einer unbesetzten Stelle vergleichen – und die liegen in vielen Betrieben bei mehreren hundert Euro pro Tag.
Die versteckten Kosten
Mediakosten sind nur ein Teil der Rechnung. Häufig unterschätzt:
- Interne Arbeitszeit: manuelles Kopieren von Anzeigen auf zehn Portale bindet pro Vakanz schnell mehrere Stunden
- Nachschaltungen: eine falsch aufgesetzte Anzeige muss oft ein zweites Mal geschaltet werden
- Vakanzkosten: entgangene Umsätze, Überstunden, Fluktuation im Team
- Abbrüche im Bewerbungsprozess: jede zusätzliche Pflichtangabe kostet messbar Bewerbungen
So senken Sie die Kosten
- Titel optimieren – der größte Hebel, kostet nichts
- Kanalmix statt Einzelkanal – Streuung senkt das Risiko einer Fehlinvestition
- Rahmenverträge nutzen – über einen Partner sind Konditionen meist deutlich besser als im Direkteinkauf
- Bewerbungsprozess verkürzen – kurze Funnels statt Lebenslauf-Pflicht
- Jahrespakete prüfen – ab etwa fünf bis zehn Vakanzen pro Jahr fast immer günstiger
- Ergebnisse messen – nur was gemessen wird, lässt sich verbessern
- Besetzte Stellen sofort pausieren – jeder Klick darauf ist verlorenes Budget
Was kostet der Service von Worklane?
Für unsere Beratung, die Schaltung, das Monitoring und das Reporting berechnen wir keinen Aufpreis. Wir werden im Rahmen unserer Partnerschaften direkt von den Jobbörsen vergütet. Sie zahlen also den Mediapreis – bei uns in der Regel unter dem Direkteinkauf.
Fazit
Preise einzelner Portale sind nur die halbe Wahrheit. Entscheidend sind Kanalmix, Anzeigenqualität und die Kosten pro Bewerbung. Wer diese drei Punkte im Blick behält, senkt seine Recruiting-Kosten meist ohne Budgeterhöhung.